Gut Tasdorf (17)
Der Gutshof in Tasdorf, gelegen an der alten Handelsstraße von Berlin nach Küstrin (heute B1), wurde als 50-Hufendorf erstmals 1368 erwähnt. Zum Gut gehörten ein Landschaftspark, das Gutshaus (Schloss), Verwalterhaus, Marstall, Speicherhaus, Scheune und Viehställe. Gut Tasdorf war 1419 im Besitz der Familie Krummensee. Nach 1681 wechselt der Rittersitz mehrmals seine Eigentümer bis 1829 die Stadt Berlin das Gut erwarb und Teile für den Rüdersdorfer Bergbau abtrennte. Das Schloss wurde in der NS-Zeit als Müttererholungsheim genutzt. Nach der Bodenreform 1947 wurde das Gut auf verschiedene Rechtsträger verteilt. Die jahrhundertelange landwirtschaftliche Nutzung endete erst 1990, als die örtliche Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) aufgelöst wurde.