Mühlenfließ (16)
Um das Wassergefälle für den Mühlenbetrieb in Tasdorf nutzen zu können, wurde das Mühlenfließ durch ein Wehr aufgestaut. 1854 erwarb Albrecht Thaer für 25.000 Taler die Tasdorfer Mühle und damit das Recht über die Regulierung des Wasserspiegels des Stienitzsees. Er ließ 1858 den Kanal als Verbindung des großen Stienitzsee mit der Berliner Seenkette bauen. Dies ermöglichte den leichteren Abtransport der Ziegel. Bis vor dem 2.Weltkrieg war der See nur gegen ein »Entgelt« zu befahren. Unter der Brücke hing eine Kette, die nur nach Entrichtung eines Obolus ins Wasser gelassen wurde.
Im Konzept der Gemeinde Rüdersdorf für die Landesgartenschau 2009 ist geplant, die Überwindung der Distanz zwischen nördlichem Eingang (Museumspark) und südlichem Eingang (Alte Ziegelei) durch eine Schiffsverbindung über den Kanal zu ermöglichen (Fahrtdauer: ca. 20 Minuten).